An ALLENSBACH am 23.8.09
Ob der o. a. Titel überhaupt stimmt, ist m. E. bereits zweifelhaft – die übrigen Zahlen sind schon seit Jahrzehnten so gut wie alle falsch. Ich würde das gerne einmal mit A.F. und / oder Ihnen durch- und Korrekturen angehen. Nicht nur, weil ich es bereits besser weiß, sondern weil ´Zahlen von Allensbach´ - allgemein als absolut seriös/gefestigt gelten (+ FAS: VOLKES STIMME) und dann und deshalb ein falsches Bild/Moment unserer Gesellschaft auch so festschreiben, dass ein Berater/Referent danach raten und reden kann, was und wie er will. Was heißt ´sich in einem Verein engagieren´? Mitglied oder gar Ehrenamtler oder Freiwillig Tätiger also Verantwortlicher zu sein oder ´nur´ Mitglied´? Der weitere Text deutet auf ´Mitglied´! = 32%!? --Die bundesdeutschen Vereine wären froh, wenn sie tatsächlich 1/3 der Bürger unseres Landes zu ihren Mitgliedern zählen dürften! In dieser Zahl waren schon immer die Mehrfach-Zählungen enthalten: „aber, wer in einem Verein ist, ist in mehreren; die anderen sind kaum in einem.“ Meine Schätzung/Rechnung, die auf Jahrzehnte-Erfahrung beruht, tippt auf die Hälfte davon = ca. 15% (bis max. 20) der Köpfe der Bundesbürger sind Vereinsmitglieder. Bitte widerlegen sie meine oder beweisen sie Ihre Zahl! Allensbach, Medien, Politik, alle addieren (falsche Quellen) die von den jeweiligen Bundesverbänden gemeldeten Zahlen = also die einzelnen Mehrfach-Mitglieder mehrfach. (Ich kenne viele brave Bürger, die sind schon in 6 Vereinen, und Politiker, RAe, Finanzdienstleister, die in 20 Vereinen sind) ´Ihre´ (falschen) Zahlen, Meldungen sind für die Praxis der Vereine, Funktionäre, Berater etc. äußerst schädlich, weil sie ihnen ein falsches Bild von sich selbst geben (falsch fürs Befinden, für die Mitglieder-Werbung, Markt-Einschätzungen, Glaubwürdigkeit unserer Obrigkeiten, Zahlen allgemein …). --Und dann soll auch 1/3 der Bürger (sagen die selben falschen Quellen) ehrenamtlich oder freiwillig tätig sein! Das geht ja wohl nur in oder für Vereine/n oder Verbände/n und e. V. und Gemeinnützigkeit!? Zumindest ersteres = ehrenamtlich!? Wo kommen denn all die Bürger her? Sind das (weitgehend) dieselben 1/3 s. o. (30 Mio.!?) Menschen, die in Vereinen Mitglied und dann dort auch gleichzeitig ´ehrenamtlich´ tätig sind??? Auch hier wird nicht ´beim Bürger´ erhoben sondern ´am Verein´ hochgerechnet - und dann Falsches addiert. „Aber, wer in einem Vereins-Gremium sitzt, sitzt in mehreren; die anderen sitzen in kaum einem.“ Also gehen wir auch hier ruhig einmal von nur ca. 10 Mio. ´Ehrenamtlern´ aus. Und die die falsche Zahl der EA ist für unsere Vereins-Welt in ihrer Wirkung noch schädlicher als die erste, weil es für die Vereine - also >Praxis = das Leben selbst - noch schwieriger ist Mitarbeiter als Mitglieder zu finden.
GUTE Mitarbeiter in den Vereinen zu finden, wird durch das schwindende Ansehen d e s EAmtes (aber auch das d e r aktuell vorhandenen EAmtler selbst!) ohnehin fast unmöglich. So entwickeln sich die Vereine endgültig zu Parallelgesellschaften, die Profi-Vereine (aller Couleur) in eine Richtung, die Amateur-Vereine (aller Couleur) in eine andere. Es würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören und mit Ihnen im und am Thema zu bleiben. Sind diese heutigen Feststellungen (nach der Meldung von A.F.) nicht schon eine weitere und breitere Veröffentlichung wert? Mit besten Grüßen Hermann K. Severin Tel. 0221-76 60 96 www.Vereinsberatungen.de für ehrenamtlich tätige D+H+J www.SportLetter.de - für jede einzelne Führungs-Funktion
Von Detlef Hartlab, prisma Nr. 25
Dies ist in gewissem Sinne eine Abschiedskolumne. Ich habe mich entschlossen, dem großen Sport, der mich ein Leben lang hat teilnehmen und mitfiebern lassen, die kalte Schulter zu zeigen. Er ist nicht mehr das, was er e!nmal war, und vielleicht war er es nie. Gerade im Moment lugen sie wieder um die Ecke, die schönsten Ereignisse jenseits des Fußballs - das Aachener Reitturnier, die Tour de France und bald auch die Weltmeisterschaft der Leichtathleten. Ich werde nicht mehr hingucken. Mag sein, dass Sie und viele Fans unempfindlicher sind. Um des Kitzels und der Siege willen und auch wegen der Schönheit des Sports drücken Sie ein Auge zu. Der Hochleistungssport hat sich trainingstechnisch und pharmakologisch in ein überzüchtetes, doppelköpfiges Wesen verwandelt. Seine Hervorbringungen werden bejubelt und beargwöhnt, doch dass sie von echtem Schrot und Korn sind, glaubt niemand mehr. Wie alles Überzüchtete muss der Sport eines Tages in sich zusammenstürzen. In einigen Sportarten ist das bereits geschehen. Der Schlüssel zur Selbstreinigung liegt nicht bei den immer hinterherlaufenden Dopingfahndern, sondern beim Publikum. Es kann pfeifen und sich abwenden. Oder es findet sich, was ich befürchte, mit Monstern ab.
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Dazu die SL-Redaktion: Je mehr die Schilderung dieser Entwicklung stimmt und die Dinge so weiterlaufen, je größer sind und werden die Chancen des Hobbysports und der Amateur-Vereine. Aber - die Angebote der Vereine müssen kommen und überzeugen!
Vorschläge für Ehrenamtspreis
Aus der Tagespresse in 3/09: Bis Freitag, 3. April, haben Einwohnerinnen und Einwohner noch Zeit, Einzelpersonen oder Vereine, die sich bürgerschaftlich in ... engagieren, für den Ehrenamtspreis 2009 vorzuschlagen.
Nicht berücksichtigt wird eine Tätigkeit als Rats- und Bezirksvertreter, Schiedsmann, Schöffe, Mitglied einer Gewerkschaft oder Partei. Für die Schulen gibt es einen Sonderpreis. Die Preisverleihung erfolgt am ... Ehrenamtstag, Sonntag, 13. September ... Die Bewerbungsunterlagen können unter Telefon ... angefordert werden.
„Mein erster Verein ist mein zweites Zuhause“
Diese Überschrift besagt etwas über das Verhältnis der Mitglieder, der Bürger zu Vereinen (jeder Art). Daraus ergibt sich dann auch die besondere Verantwortung der Vorstände für ihre Vereine, für Ihre Mitglieder, für die Bürgerschaft.
Und schaut man einmal auf den Organisationsgrad einer Bürgerschaft, einer Kommune in ihren Vereinen ist, kommt man landauf und stadtab immer auf über 50%. Das zeigt, welchen Stellenwert Vereine für die Kommune haben. Sind die Vereine doch auch die Träger, Veranstalter, Organisatoren fast aller U- und E-Events im Städtchen. Aus diesem Grund brauchen und schätzen Kommunen aktive Vereine – sie sind in Teilbereichen sogar von ihnen abhängig. Natürlich umgekehrt genauso!
Die KVHS Ammerland in Westerstede macht den Vereinen bzw. ihren Vorständen deshalb immer wieder Vortrags-Angebote, die ihnen die ehrenamtliche Arbeit transparenter und auch leichter machen sollen. Es geht dabei nicht zuletzt um die Objektivierung und Weiterentwicklung von Vereinsarbeit und die der eigenen Aufgabenstellungen und Verantwortungen. So auch am 13.3.09.
„Der Vereinsberater aus Köln, Hermann K. Severin, bespricht und beantwortet die Vereins-Themen und Führungs-Grundsätze, die eigentlich nirgendwo sonst zu hören und zu lesen sind. Punkte, an die man in einer stillen Stunde vielleicht schon einmal selbst über seinem Verein und die eigene Funktion angedacht hat“, sagte eine Teilnehmerin nach dem Vortrag.
„Warum besteht Ihr Verein, wofür steht er, macht er das gut, ist er gefragt? Oder ginge es in Westerstede heute auch ohne ihn, ohne Sie? Machen andere auf diesem Gebiet bessere Angebote? Darüber hat der gewählte und für alles verantwortliche Vereins-Vorstand hin und wieder nachzudenken. Besonders dann und dort, wenn und wo sich die Mitglieder für eine ehrenamtliche Vereins-Mitarbeit mehr und mehr zurückhalten oder gar zurückziehen, sich die Mitgliederzahlen zurückbilden und die Spender und Sponsoren vor ernsthaften Engagements zurückschrecken – letzteres sowohl mit Geld- und Sach-Zuwendungen als auch mit eigenem Personeneinsatz“, so der Berater, und „der Verein, der Ziele hat, wachsen möchte oder schöner werden soll, will - muss in der Öffentlichkeit häufig wahrgenommen und von den Mitgliedern ernst genommen werden. Das geht u. a. mit etlichen Jahresfesten, Auftritten bei öffentlichen Anlässen der Kommune, Werbe-Kampagnen zum einen für ZWECK & IDEE des jeweiligen Vereins und zum anderen für die Gewinnung neuer Mitglieder.
Und dabei wiederum hilft ihm nichts besser als ein mtl. Vereins-INFO in Print und Internet. Diese Publikation geht dann nicht nur an die Mitglieder sondern auch über den postalischen Außenverteiler an möglichst viele Vertreter aus Politik und Kirchen, an Amtsleiter, an Redaktionen und Journalisten, jetzige und zukünftige Inserenten, Spendern, Sponsoren, VIPs und PROMs.
Diese Thematik und deren Problem-Lösungen fanden die Teilnehmer spannend und nahmen daraus ihre Anregungen für die weitere Arbeit auf. Das allgemeine Urteil über diese KVHS-Veranstaltung: Sehr empfehlenswert – Wiederholung erwünscht.
Nord-West Zeitung - 12.3.09:
WESTERSTEDE - Ein Seminar unter dem Titel „Neue Zeiten – Neue Vereine. Wie führe ich heute einen Verein am besten?“ bietet die KVHS am Freitag, 13. März 09, von 16.30 bis 20 Uhr in ihren Räumen, Am Röttgen 60, an. Der Kölner Vereins-Berater Hermann K. Severin wird etliche praktische Tipps und Tricks vermitteln, wie bekannte Probleme in der Vereinsarbeit vermieden und in Erfolge umgewandelt werden können. Anmeldung noch möglich unter 04488/56 51 00
Von Michael Horeni, F.A.Z. 10.1. + F.A.S 11.1.09
Ein bisschen Größenwahn gehört zum Sport (die SL-Redaktion: … und unbedingt auch zu den Tugenden der Vorstände von Amateur-Vereinen!)
aus ´prisma´ Nr. 31 - von Detlef Hartlap
Die Erinnerung an Avery Brundage ist verblasst. Dabei war er 20 Jahre lang Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und trat vehement für die Bewahrung der Olympischen Idee ein. Er tat dies in Form einer dreifachen Negation: Nein zum Kommerz, nein zur Einmischung der Politik, nein zum Doping. Zu seiner Zeit galt Brundage als komischer Kauz. Aber er behielt Recht ...
Kommentar der SL-Redaktion: Die Millionen-, Rhein-, Römer-, Dom-, Kunst-, Kultur-, Kirchen-, Kölsch-, Klüngel-, Messe-, Medien-, Versicherungen-, Auto-Stadt KÖLN möchte unbedingt auch noch eine SPORT-STADT werden.
Bei einem Organisationsgrad (Mitgliedschaften in Sportvereinen) von rd. 13% in Köln, rd. 28% in NRW ... = Gut für die Bürger! Gut für die Sportvereine (?) Gut für deren Vorstände (?)
KStA: Die "Sport-Agenda Köln 2015" soll den Sport-Standort Köln ausbauen und Schwächen im derzeitigen Angebot beseitigen helfen. Der von Olympia-Bund und Landesregierung unterstützte Plan soll auch das Profil der Stadt im nationalen und internationalen Wettbewerb schärfen. Am Rheinufer oder im Stadtwald soll eine lange, durchgehend beleuchtete und außerdem beschilderte Laufstrecke geschaffen werden. In Vereinen soll eine „Qualifizierungsoffensive“ dafür sorgen, dass ... [Hier geht es ausführlich weiter ...]
Klaus Tappeser fordert klare Regelungen bei der Ehrenamts-Pauschale
"Bürokratisierung schadet dem Ehrenamt!"
[Das immer - aber auch oder noch viel mehr schadet dem EA und seinem Image und Verständnis und auch seiner Zukunft die ´ständige und ständig wachsende Vermischung´ von Hauptamt (be-zahlt), Freiwilliger Tätigkeit (teilbe-zahlt) und echtem Ehren-Amt (ja wohl unbe-zahlt!?) = Die SL-Redaktion]
Bürokratische Hürden schaden dem Ehrenamt. Auch gut ein Jahr, nachdem der Bundestag das neue Ehrenamtsgesetz beschlossen hat, herrscht in der Umsetzung in vielen Punkten noch Unklarheit. Das zeigen eine Anfrage der baden-württembergischen SPD-Fraktion an die Landesregierung (Drucksache 14/2611 – Die neue Ehrenamtspauschale und die steuerliche Praxis in BW) und die Antworten des Finanzministeriums. Angesichts dessen fordert WLSB-Präsident Klaus Tappeser klare und nachvollziehbare Regelungen bei den Finanzbehörden: „Es kann nicht sein, dass ein Gesetz zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements so verkompliziert wird, dass ein ehrenamtlich Tätiger einen Steuerberater benötigt, um sich gesetzeskonform zu verhalten.“
So ist es beispielsweise unverständlich, dass Sportvereine ihre Satzung ändern müssen, um ihren Mandatsträgern einen pauschalierten Aufwandsersatz auszahlen zu können. „Die zunehmende Bürokratisierung schadet dem Ehrenamt und bindet Kräfte“, sagt Klaus Tappeser. Das zeigt auch der stark gestiegene Beratungsaufwand der Sportvereine, den der WLSB beim Thema Ehrenamtspauschale in den vergangenen Monaten verzeichnet hat.
In der Antwort auf die SPD-Anfrage wird in einigen Punkten aber auch Klarheit geschaffen, wie die Finanzbehörden das Ehrenamtsgesetz handhaben sollen. Demnach darf die Ehrenamts-pauschale von 500 Euro, die als steuerfreie Entschädigung für Vereinsfunktionäre gedacht ist, nicht an Amateursportler ausbezahlt werden.
Laut Klaus Tappeser sei ebenso zu befürworten, dass ein Ehrenamtlicher, der zum einen als Übungsleiter tätig sei und darüber hinaus eine weitere Tätigkeit im Verein ausübe, sowohl die Übungsleiterpauschale von derzeit 2.100 Euro – etwa für Trainer oder Kursleiter – als auch die Ehrenamtspauschale ausbezahlt bekommen dürfe. „Das freiwillige Engagement im Verein muss unterstützt werden, in dem immerhin die Auslagen erstattet werden“, so der Präsident.
Blut und Spiele
Prisma 16/2008 – 19.4.08 – von Detlef Hartlap
Die armen Chinesen! Was haben sie alles getan, um geordnete Spiele zu veranstalten - und jetzt das! Zu Tausenden haben sie Hunde und Katzen erschlagen, Menschenrechtler und Regimekritiker weggesperrt. Sogar das Spucken auf offener Straße haben sie unterbunden. Alles picobello in Peking. Sie haben ihre Luft gefiltert, und tatsächlich: Eine Stunde Sport pro Tag ist nun unbedenklich möglich in der Olympiastadt. Die Maßnahmen zum höheren Ruhm des Friedens und der Spiele, sie könnten kaum weiter gediehen sein.
Und dann kommen diese tibetischen Heißsporne und verbreiten Unfrieden! Womit haben die Chinesen das verdient?
Sie haben es sich verdient, indem sie eine hinreichende Menge alter Knaben vom IOC einwickelten, die Spiele 2008 nach Peking zu vergeben. Das ist die eine Seite der olympischen Schande.
Die andere Seite besteht in der fast schon habituell zu nennenden Scheinheiligkeit der Sportfunktionäre. Bald wollen sie „den Sport" durch politische Händel nicht beeinträchtigt sehen; bald soll „der Sport" China zum großen Umdenken anleiten, also sehr wohl politisch wirken.
Wenn IOC-Funktionäre von „Sport" reden, meinen sie Geschäft. Die Olympischen Spiele mit ihren Milliardeneinnahmen sind ihr Lebenselixier. Daran hängen sie wie der Junkie an der Nadel. Deshalb muss Peking stattfinden. Egal, wie viel Blut in Tibet und China noch fließt.
SL-Redaktion: Hat das mit den Sportvereinen etwas zu tun? Mit deren hier verantwortlichen Damen und Herren? Nicht direkt! Aber doch irgendwie.
Kölner Stadt-Anzeiger 15.04.08
Sportvereine sollen auf ihren Plätzen und Anlagen künftig kleinere Schäden selbst reparieren. Das schlägt die CDU-Fraktion vor und will deshalb einen Fonds einrichten, aus dem die Vereine das Geld für die Materialkosten erhalten können. Er soll jährlich rund 100 000 Euro beinhalten. „Die gesamten Kosten für einzelne Maßnahmen sollen dabei 5000 Euro nicht übersteigen“, so Andreas Köhler, sportpolitischer Sprecher der Fraktion. (pb)
SL-Redaktion: "Wenn Ihnen dieser Gedanke gefällt, versuchen Sie Ihn in Ihrer Kommune doch auch umzusetzen!"
"Manager wollen mehr Lob"
BILD, 7.7.08, Seite 1.
"Düsseldorf - Deutschlands Manager bekommen zu wenig Lob! Laut einer Umfrage für die „Wirtschaftswoche" erfahren 65 % der befragten Manager keine gebührende Anerkennung im ]ob. Die Befragten wünschten sich mehr Lob. Den meisten Managern ist das genauso wichtig wie das Gehalt. Für jeden Fünften war die verbale Auszeichnung sogar wichtiger als die materielle."
SL-Kommentar:
Was läuft denn da? Ein verspäteter April-Scherz? Manager wollen persönlich angesprochen und dann gelobt werden? Wann? Wofür? Und von wem überhaupt wollen sie überzeugend gelobt werden? Wer könnte das nach ihren Vorstellungen wohl sein? Gibt es jemanden, dem die etwas glauben? Ach, bei Lob machen sie eine Ausnahme? Das wollen sie von allen Seiten annehmen? Tadel nicht? Da setzen sie beim Gegenüber in jedem Fall Irrtum oder Unwissen voraus.
Und für Lob wollen sie wesentliche Teile ihres Gehaltes hergeben? Es wird immer verrückter. Aber nutzen wir doch deren vorfrühlingshafte Larmoyanz. So können ihre mehr oder weniger selbst und deshalb viel zu hoch fixierten Einkünfte endlich zu kürzen sein – zu limitieren!?
Bloß Lob von wem? Wer wird dafür der Richter, Henker, Schlichter? BILD macht ja eigentlich alles Wichtige für uns und das dann auch öffentlich (in diesem Fall nach Vorarbeit durch die WIRTSCHAFTSWOCHE.
Also tun wir hier den nächsten Schritt, werden konkreter und verkünden gleich erste Preislisten: pauschales Lob für Manager, auf Seite 1, einspaltig = pauschal für alle Brutto-Jahresgehälter über 1 Million EURO gegen 10% Lohnverzicht; persönliches Lob, auf Seite 1, zweispaltig gegen 50% Abzug (Zahlung nicht an BILD sondern z. B. an Unicef etc.. Das lässt sich jetzt vielfältig staffeln (nicht beliebig oder etwa durch eine "Tarifkommission Volkesstimme“ - sondern nach einer grundsätzlichen Abstimmung mit den so arg frustrierten Managern über die gewünschte Lob-Zahlungs-Tendenz.
Dann schafft das gewünschte Lobhudeln endlich doch noch nicht nur glückliche Manager, Einsparungen bei Unternehmen oder Einnahmen bei ´da ist vieles denkbar´ - sondern auch eine transparente und mitbestimmte Manager-Bezahlung.
Hier sehen wir keine Parallelen zu Vereins-Vorständen oder Ehrenamtler allgemein? In diesem Fall - auch gut!
Nahezu jeder dritte Einwohner Nordrhein-Westfalens ist Mitglied eines Sportvereins. (Natürlich nicht - das ist Statistik! Zählen Sie das einmal ab - auf der Straße, in Ihrem Umfeld - aber ... Die SL-Redaktion)
"Wie die Bestandserhebung (Stichtag 1.1.2008) des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen ergab, zählten ..."
FAS 2.3.08 - von Michael Reinsch
"Ist Deutschland auf dem Weg zum Staatssport?
Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll beschäftigen immer mehr Athleten. Das wird teuer. Der Bund der Steuerzahler beklagt mangelnde Transparenz ..."
(Die SL-Redaktion: Natürlich schätzen sowohl die Verantwortlichen als auch die Mitglieder der vielen kleinen, mittleren und großen Amateur-Vereine die nicht gerade geringen Summen als Zuschüsse, Beihilfen, Sportstätten u.a.m., die sie von ihren Kommunen erhalten, ebenfalls sehr.
Summa summarum sind die Kommunen sogar die größen SPONSOREN der Sport-Vereine! Allerdings sind sie auch die größten Profiteure der Existenz und Leistungen ihrer Sport-Vereine. Denn diese bewerkstelligen subsidiär die `Grundversorgung des Bürgers mit Sport`. Und die Vereine bzw. ihre Programme und Angebote bestimmen vor allem im ländlichen Bereich das gesellschaftliche und gesellige Leben in der Kommune entscheidend mit.)
FASZ 2.3.08 - von Michael Reinsch
Ist Deutschland auf dem Weg zum Staatssport? Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll beschäftigen immer mehr Athleten. Das wird teuer. Der Bund der Steuerzahler beklagt mangelmde Transparenz.
FASZ 2.3.08 - von Michael Reinsch
Ist Deutschland auf dem Weg zum Staatssport? Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll beschäftigen immer mehr Athleten. Das wird teuer. Der Bund der Steuerzahler beklagt mangelmde Transparenz.
Kölner Stadt-Anzeiger 14.2.08
(Siehe speziell zum 2. Absatz den SL-KOMMENTAR unter EHRENAMT HEUTE - hier linke Spalte)
Düsseldorf - Mit einem Bündnis für den Sport wollen die NRW-Landesregierung und der Landessportbund den Breiten- und Spitzensport fördern. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Innenminister Ingo Wolf und Landessportbund-Präsident Walter Schneeloch unterzeichneten gestern in Düsseldorf eine entsprechende Vereinbarung. Kern des Bündnisses ist ein Programm zum Bau neuer und zur Sanierung alter Sportstätten. Hierfür werde die NRW-Bank bis 2010 zinsgünstige Darlehen von insgesamt 150 Millionen Euro an Vereine und Kommunen vergeben, erklärte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Nach Angaben von Schneeloch fehlen bundesweit 42 Milliarden Euro für die Sanierung von Sporthallen.
Zudem werde eine Million Euro für die Qualifizierung ehrenamtlicher Helfer ausgegeben, wovon es in NRW mehr als 500 000 gibt. Zudem sollen weitere Partner aus Kommunen, Wirtschaft, Kirchen und Gesundheitswesen für das Bündnis für den Sport gewonnen werden.
Der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans Theo Peschkes, warnte vor bloßen Lippenbekenntnissen. Er wies darauf hin, dass die Übungsleiter-Pauschale durch die schwarz-gelbe Landesregierung gekürzt worden sei. Sein Kollege von den Grünen, Ewald Groth, kritisierte, statt Investitionen für marode Sportstätten gebe es nur Kredite für die Sportvereine. (tu.)
Kölner Stadt-Anzeiger
VON GÜNTHER M. WIEDEMANN, 14.2.08
(Siehe dazu den SL-KOMMENTAR unter VORSITZENDER = FÜHRUNG - l. Sp.)
Düsseldorf - Mit einem Förderpreis „Starke Kids Netzwerk“ will die AOK Rheinland der Kinder- und Jugendgesundheit stärkere Aufmerksamkeit verschaffen. In allen Regionen des Rheinlandes sollen Projekte ausgezeichnet werden, die sich den Themen gesunde Ernährung, Bewegung, Suchtbekämpfung widmen. Bewerben können sich Schulen, Kindergärten, Vereine, Ärzte, Nachbarschaftsinitiativen. Die ausgezeichneten Projekte erhalten bis zu 3000 Euro.
Der Chef der AOK Rheinland / Hamburg, Wilfried Jacobs, sagte gestern bei der Vorstellung der Aktion, für die Fernseh-Moderatorin Birgit Schrowange als „Botschafterin“ wirbt, die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen habe sich in den letzten zehn Jahren deutlich verschlechtert. Über 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen seien übergewichtig, 18 Prozent aller Jugendlichen rauchten, und etwa ein Viertel der 12- bis 17-Jährigen konsumiere exzessiv Alkohol. Zugleich beklagte der Chef der Krankenkasse, dass die Teilnahme an Kindervorsorgeuntersuchungen sinke, je älter die Kinder würden. Die U 9, die letzte Untersuchung vor der Einschulung, würde nur von 34 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder genutzt. Hier müssten Eltern umdenken. Falls sich der Trend nicht ändere, müsse man überlegen, die Untersuchung vorzuschreiben.
Prävention, Vorbeugung werde auch bei Kindern immer wichtiger, sagte Jacobs. Die AOK Rheinland gebe hierfür inzwischen 3,5 Millionen Euro jährlich aus. Ziel der Aktion sei es, bei Kindern und Jugendlichen Gesundheitsrisiken zu minimieren und sie so einzustellen, dass sie auch als Erwachsene einen gesunden Lebensstil praktizierten.
Jacobs und Schrowange beklagten, gerade in Städten gebe es zu wenige Möglichkeiten für Kinder, sich auf Sportplätzen auszutoben. An Schulen falle zu oft der ohnehin knappe Sportunterricht aus. Der AOK-Chef verwies in diesem Zusammenhang auf Schulen, die mit Sportvereinen zusammenarbeiteten, damit deren Trainer Sportstunden an den Schulen anbieten können. Solche Maßnahmen würde die AOK ebenso auszeichnen wie Kindergärten, die spezielle Bewegungsprogramme für die Kinder starteten.
Pressemitteilung: WEBSERVICE
Verfasst von Mark Bourichter am Mo, 2008-02-11 13:22.
Tennis-Legende und Unternehmer Michael Stich steigt ins Web 2.0 ein und investiert in die Ende 2007 gegründete soziale Netzwerkplattform meinverein.de Über 30 Millionen Mitglieder gibt es in Deutschland allein in den rund 590.000 eingetragenen Vereinen. Dazu kommen all diejenigen, die außerhalb eines eingetragenen Vereins in einem Club, einer Interessengemeinschaft oder einem anderen Zusammenschluss regelmässig einem gemeinsamen Hobby nachgehen. Mit dem Ziel, diesen Menschen zu ermöglichen, ihr Vereins- und Clubleben einfach und kostenlos über eine Internetplattform zu optimieren, entwickelten die Hamburger Start-Upper Max Fischer und Axel Kmonitzek meinverein.de und brachten das Portal Ende 2007 ins Netz. Neben Unternehmer Matthias Nixdorf überzeugten sie jetzt Tennis-Legende Michael Stich von dem Projekt. Dieser wird die Plattform künftig über verschiedene Wege unterstützen. „Die Zielgruppe der über 30 Millionen Vereinsmitglieder in Deutschland ist wirtschaftlich enorm interessant. Das Konzept von meinverein.de überzeugte mich nicht zuletzt auch durch verschiedene clever durchdachte Nutzungsmöglichkeiten dieses Potenzials“, erklärt Michael Stich sein Engagement. „Ich bin der Überzeugung, dass meinverein.de schon deshalb funktionieren wird, weil es ganz zentrale Vereinsprobleme löst, zum Beispiel in der Kommunikation der Mitglieder untereinander. Damit trägt meinverein.de aktiv zu einem aktiven Vereinsleben bei und macht die Vereine stark“. meinverein.de funktioniert als Online-Netzwerkplattform, wie z.B. die Branchenriesen Xing oder StudiVZ, mit dem Unterschied, dass hier nicht der Einzelne, sondern der Verein und das Vereinsleben im Mittelpunkt stehen. Dabei bietet meinverein.de neue Möglichkeiten in den Bereichen Kommunikation, z.B. zwischen Vereinsmitgliedern, Information, etwa über neue Trainingspläne, Identifikation, z.B. von Menschen mit gleichen Interessensgebieten, oder Organisation von Veranstaltungskalendern, Mitgliederlisten etc. Bilder und Videos – z.B. von der letzten Vereinsfeier – können ebenfalls ausgetauscht werden. Michael Stich fungiert bei meinverein.de nicht nur als Investor, sondern auch als Botschafter und Werbeträger auf verschiedenen Events. Im Tagesgeschäft wird er nicht aktiv, steht den Gründern aber beratend zur Seite.
| "Für alle, die Vereine führen" Generell täglich präsentiert der Herausgeber des www.SportLetter.de, Hermann K. Severin, seine Tipps und Ratschläge zur Vereins-FÜHRUNG und die BIG POINTS aus der Welt der Vereins-Vorstände.
Leistungsstarke Sportler und Titel gewinnende Athleten (alleine?) reichen heutzutage nicht mehr aus, um einen Amateur-Sport-Verein auch wirklich erfolgreich arbeiten und leben zu lassen. Es braucht mehr als den reinen Sport. Es ist das Miteinander der Mitglieder, der Ehrenamtlichen und des Vorstands und nicht zuletzt die Außenwirkung von allem und die richtige Aufstellung all dessen in der Kommune, das funktionieren muss.
Damit dies erfolgreich umgesetzt werden kann, bietet der "SportLetter.de" den interessierten Vorständen eine Menge praktischer Erfahrungen und Fach-Wissen. Getreu dem Motto: "Hier weiß man, wo den Vorständen aktuell der Schuh drückt."
Der www.SportLetter.de = Neue Zeiten – Neue Vereine
Der Herausgeber: „Wir beraten Vereine bzw. deren Verantwortliche und schreiben darüber – natürlich vertraulich, ohne Namen zu nennen. Wir beraten im Verein nach Wunsch das Führungs-Team oder einzelne Personen persönlich und fachlich zu den Themen ´Vereins-Führung, -Organisation und -Marketing ganzheitlich´.
Für folgendes steht der SL: Unabhängig, objektiv, innovativ, vertraulich und auf privatwirtschaftlicher Grundlage für die Personengruppe der ehrenamtlich und freiwillig tätigen Damen und Herren in Funktionen von Vereinen. Die Redaktion: „Offen & Direkt - aus der Praxis für die Praxis - immer erfolgsorientiert." Zusammen weist sie einige hundert Jahre Erfahrungen aus praktischen Tätigkeiten als Vereinsvorsitzende, -vorstände und -geschäftsführer auf. Neue Denkansätze und Innovationen für schnelle Problemlösungen gehören zum Angebot. Man berät hier Vereine bzw. Vorstände seit über 20 Jahren.
Moderne Vereins-Führung und Vereins-Marketing heute - für heute und morgen - ist immer noch zu erheblichen Teilen ein Buch mit sieben Siegeln. Und genau das möchten wir gemeinsam mit Ihnen aufschlagen!
Auch jeder BIG POINT ist mehr als ein Tagesgedanke. Der interessierte Leser erkennt und wählt daraus selbst die Richtung seiner Entscheidungen und Tätigkeiten. "Wer etwas verbessern will, muss etwas verändern - sachlich, personell oder bei sich persönlich!"
Die SportLetter BIG POINTS finden Sie auf der www.Sportletter.de - Homepage Einen besonderen Service nicht nur für Sport-Vereine bietet auch www.Sporthelden.de: Bei Sporthelden.de können Sie auch Ihre eigene weltweite Präsenz haben - von Ihnen geliefert, von uns gepflegt! Mehr Infos gibt´s unter: "Eure Heldenzeit - Eure Seite" | |
DFB-Journal 4/07, (aus 12/07), Seite 60, Das neue Präsidium:
Ein Präsident, ein Schatzmeister, zwei 1. Vizepräsidenten, neun Vizepräsidenten, ein Generalsekretär, zwei Ehrenpräsidenten, zwei Vertreter (alle in dieser Reihenfolge) – und dann als Letzter: ein Kooptierter (das ist Franz Beckenbauer). Wahrlich, der Kaiser hat´s geschafft.
Sollte man diese Namensliste vielleicht von unten nach oben lesen - oder umdrehen? [mehr, viel mehr … Beispiele für Vereins-Vorstände!!!]
-- Siehe aktuelle Artikel unter diesem Presse-Text --
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Text für die Presse /Lokales/
zur näheren + weiteren Information über die Vereins-FÜHRUNGs-Beratung des SportLetter.de
„Ein Verein muss nicht klein & arm - er kann groß & reich sein“
„Wat sagen se?“
Hört man Vereinen bzw. ihren Vorständen und Mitarbeitern zu, geht es Ihnen durch die Bank schlecht. Sie stöhnen. Weil die Zeiten schlecht und die Freizeitangebote anderer zahllos sind, Demographie und Arbeitslosigkeit die Mitglieder-Zugänge verhindern und von den Mitgliedern niemand mehr so recht mitarbeiten, spenden und sponsern will ... Und überhaupt … die Mitglieder, was die alles wollen.
Dass sie selber - die Vereins-Verantwortlichen - eine Mitschuld an ihrer Situation haben könnten, wegen evtl. Führungs-, Personal-, Event-, Service- oder Marketingschwächen, liegt nicht so direkt auf ihrer Erkenntnis- oder Bekenntnis-Scala. Nur liegen aber in den meisten Fällen genau da die Hauptgründe für Wohl oder Wehe von Verein und Vorstand selber. Denn es geht gar nicht so wenigen Vereinen recht ordentlich - in Sachen Finanzen, Ausstattung, Mitglieder- und Mitarbeiter-Quantität und -Qualität. Natürlich ist das dann nur selten Zufall. Man hat hier die richtigen Leute - für die unterschiedlichen (!) Aufgaben - in Vorstand, Gremien und Kontakt-Umfeld. Solche Netzwerke müssen natürlich irgendwann einmal geknüpft und dann lfd. gepflegt und erweitert werden. ´Unternehmerische´ Grundlagen für alles, was dauerhaft leben, wachsen und gedeihen soll, sind nun einmal neben einem Stück Risiko im Dreiklang: Führung, Marketing, Organisation (wie auch erst mit Melodie, Harmonie, Rhythmus die richtige Musik spielt). Wie ein Verein, gleichgültig ob aus Sport, Kultur, Soziales oder Bürgerinteresse, richtig und zukunftsträchtig auf- und ausgebaut wird - wenn er es will oder soll - weiß und kann entweder tatsächlich der Vorstand (oder jemand sonst im Verein) souverän selbst. Oder er holt sich auch sicherheitshalber dafür ein- oder zweimal (am besten einmal jährlich zu einer Vorstands-Klausur) den Vereins-Berater: zur eigenen Abstimmung, Korrektur und neuen Motivation. Wie es übrigens heute alle Entscheider und öffentlich Verantwortlichen tun. (Eigentlich müssten die Mitglieder so etwas von Ihrer GF sogar verlangen!) Denn nur der unabhängige, erfahrene, objektive, ehrliche Rat ist es, der zählt und hilft.
Ganz gewiss gehört es auch heute noch oder wieder zu einer richtigen Vereinsführung dazu - weil hier nämlich die größten Chancen für jeden Verein und Vorstand (leider z. T. ungenutzt) liegen - die Ressourcen des Vereins selbst, das Potenzial seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter, seiner Mitglieder und seines öffentlichen und gemeinnützigen Status für sich zu aktivieren. Wie oft ´regieren´ die Verantwortlichen ´stillschweigend´ an ihren Mitgliedern vorbei und lassen dabei deren vielseitigen und enormen Kräfte einfach liegen. Dies geschieht immer dann und dort, wenn die Vereins-Obrigkeiten bewusst oder unbewusst so etwas wie ein Verein im Verein (also unter sich) ist!
In der Mitgliederschaft, genauer gesagt in der FÜHRUNG und der Motivation der Mitglieder, Freunde und Förderer liegen die großen, die allergrößten Chancen, Reserven, und damit auch Zukunftsaussichten eines Vereins.
„Wat sagen se jetzt?“
Hermann K. Severin
...Der Sport ist das große Faszinosum unserer Zeit. Er zieht Milliarden Menschen in seinen Bann. Noch. Gegenwärtig durchlebt er eine existenzielle Glaubwürdigkeitskrise. Der Reiz der Spannung und des Mitfieberns, der die Massen in den Stadion, Sporthallen und nicht zuletzt vor dem Fernsehschirm bewegt, geht verloren, wenn der Dopingbetrug das Vertrauen in die Spielregeln zerstört. Da ist es reine Notwehr, ein fein verästeltes Kontrollsystem dagegen zu setzen, das die Athleten sogar in ihren Freiheiten beschneidet. Ob damit der kriminellen Energie und Phantasie Einhalt zu gebieten ist, mit der die Kontrollen unterlaufen werden, ist jedoch die Frage... Steffen Haffner, DOSB 12/08
J. P. bewundert Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren! Von Susanne Hengesbach
Die SL-Redaktion dazu: Lesen Sie sich diesen Quatsch genau durch. So wird auch in Zeitungen immer wieder eine falsche Meinung verbreitet - über / gegen das echte Ehrenamt.
-Was tut hier wer für wen? Für Familie oder Dritte?
-Warum? Wer kassiert hier wessen ´Pflegegeld´ und Beihilfen?
-Das soll ein EHRENAMT sein?
-Das ist eine ´Freiwillige Tätigkeit` - evtl. sogar gg. Vergütungen!
-Herr Beamter (mit Hoheitswissen zum Beihilfewesen), viele sind knallharte Egoisten...
Der Sieg dieser Sportvereine ist in Wirklichkeit ihre Niederlage! (Die SL-Redaktion)
GÜNTHER M. WIEDEMANN, Kölner Stadt-Anzeiger, 06.12.07
Die alten Menschen in der Gemeinde Swisttal können einem leidtun: Sie müssen auf ein geplantes Seniorenheim verzichten, weil Kommunalpolitikern der Mumm fehlt. Örtliche Sportvereine wollten das Heim nicht in ihrer Nähe haben: Opa und Oma könnten sich ja über Lärm beschweren. Diese Argumentation grenzt an Menschenverachtung. Und das Entgegenkommen der Politik ist eine Kapitulation. Sicherlich geht es auf einem Sportplatz nicht zu wie beim stillen Gebet. Aber auch wenn auf dem Tennisplatz wirklich gut gespielt wird, toben in Swisttal-Buschhoven keine Massen wie in Wimbledon. Zur Beruhigung der Gemüter war übrigens gleichwohl ein Lärmschutz vorgesehen.
Unsere Gesellschaft steht vor einem demografischen Wandel. Der Anteil älterer Menschen steigt, immer mehr benötigen einen Heimplatz. In den Ausläufern der Eifel scheint das bei einigen aber noch nicht angekommen zu sein. Wenn das schlechte Beispiel Schule macht, darf sich keiner über einen Aufstand der Alten wundern.
Noch vor dem Start dieser Sendereihe wird hier die Frage ris-kiert, wie weit diese Sendung den Sport-Vereinen in NRW und vielleicht noch darüber hinaus wohl nutzen kann, soll, wird? Denn sie könnte ihnen auch schaden! Oder eben nichts nutzen! Evtl. ´nur´ den Hörer ein Stück weit unterhalten!
Was wäre denn ein schöner Nutzen, was ein Schaden für die Sportvereine?
Ungeliebte Konkurrenz
von Thorsten Moeck - Kölner Stadt.Anzeiger - 25.10.07
Die Autonomie der verschiedenen Sportverbände ist zwar eine nette Errungenschaft, führt aber zu einem ...
Ist das Sport-Vereins- u. -Verbandswesen im totalen Umbruch?
Solche Änderungen der ´Hoheits-Verhältnissen´ durch / von / bei Verbänden verändern auf Dauer nicht nur Beihilfen- und Zuschussfragen! Da sind dann auch immer neue Leute am Werk und neue Ziele und Vorgehensweisen angesagt!
Da haben die ´alten Funktionäre´ wohl nicht aufgepasst?
... heißt hier:
Wieviel Prozent der Bevölkerung sind Mitglieder in unseren Sportvereinen? (Das sind die Zahlen der addierten Mitgliedschaften in den jeweiligen Sportvereinen [enthalten sind darin die Mehrfach-Mitglieder!] im Verhältnis zur Bevölkerung)
Z.B. 1.1.2007: Bundesweit knapp 29%, in Baden-Württemberg um 33%, in NRW gut 28%, in Thüringen und Sachsen so 15%, in Köln gut 13% ...
VON URSULA AUGSTEN (Die Autorin ist Partnerin der Ernst & Young AG)
Wer Gutes tut, dem soll auch Gutes widerfahren - das meint sogar der Gesetzgeber: Das neue Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ist gerade beschlossen und verspricht mehr Steuervorteile als bisher...
Liebe Vorstände unserer Sport-Vereine,
jetzt kommt auch noch zu aller anderen Unbill im Sport das Thema ´sexuelle Gewalt …` hoch. Oder sind das alles a l t e Übel des Sports, die mehr oder weni-ger bekannt sind? Dann berühren sie mit Sicherheit nicht nur den Sport und Spitzensport, sondern spie-geln die dunklen Seiten der Menschheit wider. Und dann können sie allerdings tatsächlich nicht nur von den Medien fast nach Belieben aktualisiert werden? Auf jeden Fall zeigt das – und das wissen Sie seit lan-gem - dass Vereins-FÜHRUNG mehr ist, als ein biss-chen Büro- und Steuer-Kram und Event-Organisation!
„Gegen sexuelle Gewalt im Sport“
- KÖLNER EXPRESS 8.9.07 -
Sportvereine in Köln, die besondere Anstrengungen gegen sexuelle Übergriffe im Sport unternehmen, sollen künftig mit einem Gütesiegel ausgezeichnet werden.
„Einladung zum Abschenken“ – FAS 9.9.07
Im Spitzentennis werden angeblich für die Wettbranche wichtige Matches von ´Glücksspielern´ absichtlich verloren …
„Die Formel 1 steht vor dem Schachmatt“ – FAS 9.9.07
Hier bespitzelt und bespioniert möglicherweise schon lange jeder jeden …
„Ein Siegertyp in der Sackgasse“ – FAS 9.9.07
Die Usancen in Spielerhandel und Spielerbehandlung ufern jetzt wohl immer mehr aus. Der jüngste aber fast größte ´Unfall` ist der in Chelsea um und mit Michael Ballack …
Ein Wochenende!
Und die Themen um Doper und Doping können oder wollen i. A. kaum noch eine Zeitung fett und groß in die Überschrift bringen. Diese sind wohl schon irgend-wie abgefahren? Interessieren sie nur noch – ja wen denn? Die Insider, Funktionäre und Sportler mit Blick auf ihre Sponsoren? Die Hobbysportler, den Bürger - weshalb? Was ist in diesem Punkt eigentlich bei den einzelnen Politikern und den einzelnen Parteien los? Vielleicht will darüber in Zeiten der großen Leichtath-letik-, Ruder-, Turn-, Rugby-Wettkämpfe nur niemand schreiben und lesen.
Sportjournalisten ...
Von Manni Breukmann bis Marcel Reif
Dieter Kürten hat seine, Marcel Reif hat seine ... wer mag wohl der nächste sein? Immer mehr Sportjournalisten schreiben ihre Biografie und sind somit Teil des allgemeinen Biografiebooms, der ohnehin seit einigen Jahren den Sport erreicht hat. Die zahlreichen "Lebensbücher" bekannter Sportlerinnen (z.B. Franziska van Almsick) und Sportler (z.B. Frank Busemann) beschreiben summarisch das Leben mit (Hochleistungs-) Sport in aller Öffentlichkeit. Bei den Sportjournalisten ist das genauso und doch etwas anders: Die Medienprofis, im Hauptjob kompetente Regisseure für die Inszenierung des Sports, sind in und mit ihren Büchern selbst Akteur und Gegenstand einer medialen Selbstinszenierung ... das etwa dürfte das Alleinstellungsmerkmal dieses besonderen Biografie-buchtyps sein.
Biografien sind immer auch Zeitreisen. Das gilt für den Sport und für die "sportliche Laufbahn" der Sportjournalisten als Autobiografen allemal: Dieter Kürten (geb. 1935) steht für die frühe Ära des Aktuellen Sportstudios bzw. die späten Fernsehabende im ZDF, als an Privatsender hierzulande noch nicht zu denken war.
Marcel Reif (geb. 1949) entstammt der Generation nach Kürten. Reif gehörte ebenfalls der ZDFSportredaktion an und war auch Sportchef bei RTL. Er verkörpert den Fußballreporter mit "Distanz und Respekt" (so eine Kapitelüberschrift) - denn: "Medien sind Mittler zum Publikum. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir im gleichen Boot sitzen", heißt es dazu an einer Stelle auf Seite 205.
Manni Breuckmann (geb. 1951) gilt das die Rundfunkstimme des Fußballwestens. Bei seinen eloquenten Bundesliga-Reportagen aus Dortmund und Gelsenkirchen erhält das Radio einen farbigen Ruhrpottanstrich. Robert Ide (geb. 1975) ist stellvertretender Sportchef bei der Zeitung "Der Tagesspiegel" in Berlin und verkörpert die (Sport-) Generation, die mit dem Mauerfall erwachsen und die Wende als Aufbruch nutzen konnte. Robert Ide hat das Zeitfenster nutzen können für den Start in eine sportjour-nalistische Karriere. Trotzdem oder gerade deswegen fragt sich er an einer Stelle auf Seite 96 im Buch, "ob man auch Sportreporter werden kann, wenn man im Schulsport nur eine drei vorweisen kann".
Hier die Auswahl der Biografien von Sportjournalisten aus den letzten Jahren mit den bibliographischen Angaben in alphabetischer Reihenfolge: Manni Breuckmann: Mein Leben als jugendlicher Draufgänger (Frankfurt: Eichborn 2006; 286 S.). Robert Ide: Geteilte Träume. Meine Eltern, die Wende und ich (Luchterhand Literatur-verlag: München 2007; 222 S.). Dieter Kürten: Drei unten, drei oben. Erinnerungen eines Sportjournalisten (Reinbek: Rowohlt 2003; 350 S.). Marcel Reif: Aus spitzem Winkel. Fußballreporter aus Leidenschaft (Köln: Verlag Kie-penheuer 8s Witsch 2004; 224 S.).
„Der Vorsitzende bestimmt die Richtlinien der Vereins-Politik“, (die SL-Redaktion, HKS)
sollte heute unbedingt ein Führungs-Grundsatz in jedem Verein sein, der auch in seiner Satzung und der Geschäfts-ordnung des Vorstands verankert ist. Daraus ergeben sich dann einige „Durchführungsverordnungen“ für die Vereins-FÜHRUNG und –Gremien und damit für den ganzen Verein.
Der folgende Artikel von Eckart Lohse
in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 02.09.2007
zeigt dieses Thema am´großen Beispiel´ der Bundesregierung wunderschön und generell auf – für jeden Verein von Interesse und Bedeutung.
"Der Vizevertreter" Wer regiert in Berlin, wenn die Kanzlerin nicht da ist?
Der Kanzler ist weg, es lebe der Vizekanzler! So ließe sich beschreiben, was passiert, wenn der Regierungschef (derzeit die Chefin) auf Reisen ist, sei es zur Erholung, sei es dienst-lich. Im Sommer kommt das bekanntlich regelmäßig vor ...
... "Wo das Vereinsleben blüht, gibt es keine Mafia" ...
Mehr Mafia braucht kein Mensch. Wenn man sich die entsprechenden Veröffentlichungen durchliest, kommt man zu dem Schluss, dass bereits alles Mafia ist: Russland, alle deutschen Pizzerien, die Chinesen und Thailänder, Neapel und Sizilien, ...
Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
vom 19.08.2007
Man muss nicht viel trinken, um seinen Körper zu schaden. Wer jeden Tag zwei Gläser Wein oder rund einen Liter Bier trinkt, hat ...
DOSB-Sportentwicklungsbericht 2005-06:
DOSB PRESSE - Seite 21 - Nr. 22/30.05.2007
7,5 Millionen Freiwillige in 90.000 Vereinen
8,5 Mrd. Wertschöpfung durch Ehrenamt
(SL-Redaktion: Das ist ja alles sehr interessant - und für die Vereins-Vorstände von großer Bedeutung (zu sehen, wie sie von den Verbänden dargestellt und ´vermarktet´werden). Zu beiden Meldungen ist eine Menge zu sagen. Zuerst: Auf einmal sind es FREIWILLIGE, die in die Funktionen unserer Vereine gewählt wurden und jetzt gezählt und ausgewertet werden - und die Vereine verantworten. Wo sind die EHRENAMTLER geblieben?)
Die DOSB-Meldung:
Der ehrenamtliche Einsatz im Sport ist weiter gestiegen, der Sport ist der wichtigste Anbieter auf dem Feld der gesundheitlichen Vorsorge und der volkswirtschaftliche Wert seiner Leistungen für die Gemeinschaft ist beträchtlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Sportentwicklungsbericht 2005/2006, den der Sportökonom Prof. Dr. Christoph Breuer (Sporthochschule Köln) im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Landessportbünde erstellt hat.
Die in Berlin vorgestellte Studie beziffert ...
Zum nachstehenden Artikel von Frank Nägele:
Seit Jahren (!) gibt der SPORTLETTER.de den Vereinsvor-ständen den Rat - und macht ihnen permanent Vorschläge dafür - sich den Entwicklungen anzupassen, die den traditionellen Vereinen entgegen laufen. Alles, was i. S. Sport + Verein nicht seinen regelmäßigen Platz in den Medien findet, wird für Unternehmen nach und nach uninteressant und dann nicht unterstützt / finanziert. Andere Angebote der Vereine (des Hobbysports) erhalten zudem immer mehr private und sogar öffentliche Konkurrenz ...
Wo bleibt da der Platz für den Amateur-Verein? Er kann sich sehr wohl darauf einstellen ...! SL - Hermann K. Severin
Das Paradies des Sports macht dicht
FRANK NÄGELE, 21.05.07, KÖLNER STADT-ANZEIGER
Spitzensport unter dem Bayer-Kreuz war viele Jahrzehnte lang ein Paradies. Die besten Athleten des Landes trainierten unter den besten Übungsleitern, stellten die stärksten Mannschaften, die die meisten Titel gewannen. Es war die Brutstätte für Stars und Erfolge in einer unüberschaubaren Zahl von Disziplinen, denn Bayer war für alle da, die gewinnen wollten. Weder in Deutschland noch in West-Europa gab es etwas Vergleichbares. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es so etwas auch nie wieder geben, denn im Jahr 2009 stellt der Chemieriese seine Superförderung mit der Gießkanne endgültig ein...
Vorab zum FAZ-Artikel: Steuervergünstigungen für Ehren-amtler und Vereine ...
Vereinsverantwortliche können hier erkennen vor welchem Hintergrund STEINBRÜCK die ´Gemeinnützigkeit´ mit relativ ´geringem Aufwand´ fördert. Es geht - wie meistens bei Parteien - um unsere Stimmen ... Der Boden ist für die Zukunft dieser Klientel folglich nicht sehr standfest. G. Nauso
Gut gemeint, schlecht gemacht!
VON MATTHIAS MÜLLER - F.A.Z., 21.05.2007
Was hat die Allgemeinheit davon, wenn künftig die Pflanzen-zucht-Vereinigungen in Deutschland steuerlich bessergestellt sind? Es gibt zwar nur wenige Reformvorhaben der Bundes-regierung, die auf so einhellige Zustimmung der Interessen-gruppen stoßen wie der Gesetzentwurf von Finanzminister Peer Steinbrück zur "Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements", den der Bundestag demnächst beschließen will. Doch peilt Steinbrück ein wünschenswertes Ziel mit den falschen ökonomischen Instrumenten an. Einwände an dem Zehn-Punkte-Programm, das er im Dezember vergangenen Jahres unter dem werbenden Titel "Hilfen für Helfer" vorgestellt hat ...
Kölner Stadt-Anzeiger - am 10.5.07
FC Freiburg: … Der Gruppe der Finke-Gegner gehören unter anderem die Ex-Profis Günter Wienhold und Volker Fass an. „Eine One-Man-Show ist weder zeitgemäß noch erfolgsver-sprechend noch entspricht sie unserer demokratischen Kultur. Der Verein darf nicht im Dienste eines Einzelnen stehen. Die momentane Polarisierung zeigt, wie weit wir bereits auf dem Weg in einen ungesunden Personenkult sind“, erklärte Fass. (sid)
Kurz-Kommentar: Der Fass-Kommentar hätte in jedem Punkt z. B. auch aus Politik- und Kirchen-Kreisen kommen können. So unheimlich richtig ist er - generell – und nicht nur für Vereine allgemein. Wir sollten uns alle & immer danach richten.
Aber wird nicht ausgerechnet gegen dieses Gebot immerwieder & allerorten verstoßen? Ist das nicht eines der Menschen liebsten Verstoß-Gebote? Auch beim DFB, in Sport-Verbänden, in großen & kleinen Vereinen – und erst recht in Politik- und Kirchen-Kreisen? Nicht, dass dem hier das Wort geredet werden soll!
Wir werden sehen, ob nicht auch in Freiburg verstoßen wird - oder aus Mangel an Gelegenheit darauf verzichtet werden mußte. Und: wird die OMS eigentlich von Volker Finke oder ebenso verdeckt von Achim Stocker, dem Präsidenten, gegeben?
HKS
SV Wehen in der 2. Liga
„Der geilste Dorfverein der Welt“
Der "Halberg": Fußball mit Fernblick
Von Achim Dreis - 04. Mai 2007 - FAZ.NET
Wir befinden uns im Mai des Jahres 2007. Ganz Fußball-Deutschland ist besetzt von Abstiegsangst, Titelrennen oder Aufstiegsanspannung. Nur ein kleiner hessischer Dorfverein kann schon fünf Spieltage vor Schluss ganz entspannt seine Zukunft planen ...
Die SL-Redaktion versteht unter Vereins-FÜHRUNG grundsätz-lich alles, was in die Aufgabenbereiche der Vorstandsmitglie-der fällt - stellt aber aus guten Gründen (die sie hier immer wieder erläutert) Führung und Marketing absolut in den Mittel-punkt. Wie Unternehmer das auch tun. Weil nur das nach vorne bringt.
Allerdings: Nur im Verein, speziell im Sportverein, ist der Vor-stand (wie der Kleinunternehmer) nicht nur für Ziele und Wege, Führung und Kontrolle zuständig, sondern auch für die Umset-zung aller beschlossenen Maßnahmen und die dadurch anfallen-den Arbeiten. Dafür wurden die einzelnen Vorstands-mitglieder gewählt und dafür sind sie nun verantwortlich.
Jeder Vorstand kann (und sollte) sich aber helfen lassen - von Mitgliedern und / oder Dritten - bei seinen Aufgaben. Dafür hat er auch den SL - und dessen Mitarbeiter.
Die Leser des SL nutzten im letzen Jahr die Themen-bereiche (Rubriken) nach Häufigkeit in folgender Reihenfolge: Führung, Marketing, Big Points, Hobby-Sport, Mitglieder, News & Views, Wissensquelle, Führ-ungs-Seminare, Ehrenamt heute, Orga & Mitarbeiter, Aus der Presse, Kommunikation ...
Alle über zwei Dutzend Themenbereiche (Rubriken) werden im SL-Premium-Bereich punktuell regelmäßig, weiterhin fast täglich ergänzt. Redaktion(ät)SportLetter(.)de
Köln 3/07 - Zu SSB-Strukturen, städt. Sporthallen- u. Bädergebühren...
Tennisverband Mittelrhein gab Anstoß zur Reform
[Demonstrationen unter dem Motto „Der Kölner Sport wehrt sich" gingen auf die Straße. Die Kölner Kultband „Bläck Fööss" unterstützte die Demonstranten.
Peter Pfeifer von der Interessengemeinschaft Kölner Sportvereine gab den Ratsfraktionen „Contra", wann immer dies nötig war]
"VEREINE vereint können viel, der SPORT kann eigentlich alles!" Die SL-Redaktion
Das Thema ist für Vereins-Vorstände so wichtig wie für Kommunal-Politiker
Bertelsmann Stiftung - 1.3.07
Die Folgen des demographischen Wandels sind in Deutschland bereits spürbar. Immer weniger Kinder, eine zunehmend ältere Bevölkerung und starke Wanderungsbewegungen führen in den Städten und Gemeinden zu tief greifenden Änderungen. Deshalb muss die Zukunftsplanung der Kommunen an den absehbaren Entwicklungen ausgerichtet und neu gedacht werden. Mit Blick auf die kommenden Jahre stellen sich viele Fragen:
Wie entwickelt sich unsere Stadt / unser Umfeld wann?
Welche Veränderungen werden in unserer Kommune spürbar sein?
Welche Handlungsfelder haben für unsere Kommune höchste Priorität, und was kann ganz konkret getan werden?
Training für kommunale Entscheider
Der demographische Wandel birgt die historisch seltene Chance eines umfassenden Innovationsprozesses für unsere Gesellschaft. Ziel ist es daher, die Chancen und Potenziale einer lebenswerten Zukunft zu erkennen und zu nutzen. Mit dem "Demographie-Training für kommunale Entscheider aus Politik und Verwaltung" unterstützen die Bertelsmann Stiftung, die Hessische Akademie für politische Bildung und die Akademie für Kommunalpolitik die lokalen Akteure darin, mit bewährten Methoden und Instrumenten den demographischen Wandel aktiv zu gestalten …
„Das Potenzial der Sportvereine nutzen“
-Sport könnte wichtige Rolle für Stadtentwicklung spielen, doch dafür braucht er Hilfe- Kölner Stadt-Anzeiger - HELMUT FRANGENBERG -22.12.06
Die Fotos, die zurzeit im Foyer des Spanischen Baus des Rathauses hängen, strotzen vor Kraft und Energie. Die junge Fotografin Sarah Bernhard hat für die Sporthochschule Ehrenamtler, die sich in Sportvereinen engagieren, porträtiert. Menschen, die stolz auf ihre Arbeit sein können und „zum Teil gar nicht wissen, was sie da leisten“, wie Hochschulprofessor Volker Rittner sagt...
Vereins-FÜHRUNG …
... ist Ziel orientierte Menschenführung + Organisation + Marketing/PR für eine Orts-Unit + Regierungsarbeit + Konkurrenzkampf ...
Alles wie in Länder-Führungen/Regierungen, eben wie in der Politik, wie im vorpolitischen Raum = wie im VEREIN ...
Aktionäre retten eine Traditionskneipe
Was gut 200 Bürger einer Stadt können (die sind doch auch so etwas wie ein Verein!?), kann ein Verein, ein Sportverein auch! Wenn er noch kein (richtiges) Vereinshaus hat - und eins möchte ...
Das Beispiel - und ein Kommentar dazu:
„Sie haben es sich erarbeitet und damit verdient! – Aber, wo bleibt der Rest des Sports?"
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DFB startet Fußball-Offensive an Grundschulen
(Arne Friedrich und Anja Mittag (r.) posieren mit Schülern in Berlin für ein Foto.)
Berlin - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in Berlin eine Schulfußball-Offensive unter dem Motto «Fußball und Schule - ein starkes Team» gestartet. Als erste von insgesamt 17 000 Grundschulen erhielt die Möwensee-Schule ein so genanntes Starter-Paket mit Fußbällen, Trainings-Hemden, Stundenplä-nen und Postern. An der Aktion werden sich auch National-spieler beteiligen. Bei der ersten Station waren Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin) und Anja Mittag (Turbine Potsdam) dabei.
«Uns vom DFB war es eine Herzensangelegenheit, den Schülern, die unsere Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft so großartig unterstützt haben, eine Freude zu bereiten», erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger zum Startschuss der bundesweiten Aktion. Einmal soll auch das komplette Nationalteam in einer Schule auftreten. Das verstärkte Engagement der Nationalspieler ist auch ein Zugeständnis nach dem Ende des Schuhstreits. Jens Lehmann und Co. müssen seit den EM-Qualifikationsspielen gegen Irland (1:0) und San Marino (13:0) nicht mehr die Schuhe des DFB-Partners adidas tragen, sollen dafür vermehrt für Werbeaktionen zur Verfügung stehen.
Nach der Pilotaktion in Berlin wird die Schulfußball-Offensive mit Aktivitäten in ganz Deutschland fortgesetzt. Der DFB wird das Projekt in allen 21 Landesverbänden vorstellen. DFB-Ausrüster adidas stellt dafür 340 000 Trainings-Hemden und 85 000 Fußbälle zur Verfügung. Der DFB will seine Jugendförderung aber nicht nur an den Grundschulen intensivieren. «Wir arbeiten bereits intensiv an einer weiteren Kampagne, die vor allem die Jugendarbeit in den Fußball-Vereinen fördern soll», erklärte Zwanziger.
Das Beispiel - und ein Kommentar dazu:
"Näher als die Hand Gottes ist uns wohl doch die öffentliche Hand"
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"Roters fordert Fusion von ASV und LT"
Der Präsident des LT will zunächst eine Leichtathletik-Gemein-schaft bilden.
Manfred Germar ist begeistert. „Das neue Leichtathletik-Sta-dion der Deutschen Sporthochschule ist ein Schmuckkäst-chen“, sagt der Ehrenpräsident des ASV Köln. Auch sein Klub hat inzwischen die marode Kunststoffbahn seiner Anlage erneuert, so dass die Kölner Leichtathleten wieder optimale Trainingsvoraussetzungen haben. Der ehemalige Regier-ungspräsident Jürgen Roters, der Präsident des LT DSHS und Verwaltungsrats-Vorsitzender des ASV Köln ist, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Um wieder an frühere, große sportliche Erfolge anknüpfen zu können, müssten sich die beiden Vereine endlich zusammentun.“
Roters schwebt in den nächsten drei Jahren die Bildung einer Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) ASV / DSHS vor, er meint: „Sollte sich dieses Konzept bewähren, würde später einem Zusammenschluss beider Vereine sicherlich nichts mehr im Wege stehen.“ Derzeit laufen Gespräche zwischen den Ver-antwortlichen des ASV und des LT DSHS.
Allerdings stehen beim ASV die Zeichen auf Sturm, denn viele Eltern sind auf das Präsidium nicht gut zu sprechen. „Nach der Trennung von Benno Eicker - diese Entscheidung haben wir bedauerlicherweise aus der Presse erfahren - ist uns von den Verantwortlichen versprochen worden, dass die Jugendlichen bis zum 30. September erfahren, von welchem Trainer sie künftig betreut werden. Doch nichts ist geschehen“, erklären Väter und Mütter erbost.
So ist es nicht überraschend, dass die Eltern überlegen, im Herbst ihre Kinder bei anderen Klubs unterzubringen. Im Gespräch sind Leverkusen, Dormagen und Wattenscheid.
Der Kommentar von Hermann K. Severin
"Näher als die Hand Gottes ist uns wohl doch die öffentliche Hand"
Die Hand Gottes gibt viel, aber wohl nicht nur. Sie soll wenn nötig auch nehmen und strafen. Ihr Gaben-Reservoir (Konto) ist dafür unerschöpflich - und eine Überschuldung somit aus-geschlossen.
Die öffentliche Hand – auch auf Geben und Nehmen eingestellt - dagegen ...
Das Beispiel - und ein Kommentar dazu:
"Erzähl mir keiner, dass solche Beispiele in der Sache und durch ihre Veröffentlichung nicht gegen die Sport-Vereine wirken!"
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„Bewegung ist für mich etwas sehr Schönes"
Marion Appel-Schiefer (46) ist Chefin eines Fitness-Studios und Dozentin an der Sporthochschule Köln:
“Meine Mutter hat mich mit vier Jahren in den Turnverein gesteckt. Ein Jahr später habe ich dann die Nachbarskinder zum Turnen animiert. Bewegung war für mich immer etwas sehr Schönes, Faszinierendes, und das zieht sich wie ein roter Faden bis heute durch mein Leben. Bei den Bundesjugend-spielen in der Schule war ich regelmäßig Schulbeste und sogar Deutscher Meister im Volleyball, denn ich war zehn Jahre in der Nationalmannschaft. Dass ich Sport studiert habe, war nur logische Konsequenz. Nach dem Examen wollte ich dann aber weg vom Leistungssport, habe mir gedacht, wenn du dein Selbstbewusstsein nur durch Sport bestätigt siehst, bist du irgendwann aufgeschmissen. Ich habe dann sechs Jahre in New York gelebt, dort in Health Clubs Kurse gegeben und mich auf dem Sektor weitergebildet. Seminare in Tai Chi, Chi Gong ... Beim New-York-Marathon habe ich dann meinen Mann kennen gelernt und bin 1992 nach Deutschland zurückgekehrt, hab gleich an der Sporthochschule als Dozentin angefangen, Fachbücher geschrieben und mich selbständig gemacht. Bin in ganz Köln herumgefahren und habe Räume und Privatschwimmbäder angemietet, um dort Fitnesskurse für Schwangere anzubieten. Ich habe eine Riesenachtung und Respekt vor Frauen, die zu Hause bleiben, um ihre Kinder aufzuziehen, aber das wurde mir nie vorgelebt, und das ist auch nicht mein Ding. Meine Mutter war Konditorin, meine Großmutter hatte eine Bäckerei, und ich habe auch meine beiden Töchter bekommen und gleichzeitig weitergearbeitet. Aber ich gebe zu, ohne die enorme Hilfe meiner Mutter und Unterstützung meines Mannes wäre ich aufgeschmissen gewesen. Vor neun Jahren war ich es dann leid, ich wollte ein Zuhause, wo sämtliche sportlichen Aktivitäten gebündelt angeboten werden konnten. Zu zweit haben wir mit sieben Kursen dann in Köln-Lindenthal in Räumen der Caritas angefangen, und der Erfolg hat mich bestätigt. Wichtig ist, dass man den Sport nicht leistungsorientiert sieht, sondern Spaß und Freude daran hat. Inzwischen arbeiten bei uns 52 Mitarbeiter, hat sich unser Angebot auf 150 Kurse erhöht. Wichtig ist mir, dass wir bei unserem Kursangebot nicht irgendwelchen Trends nachjagen. Was nicht heißt, dass ich mindestens einmal pro Jahr nach New York, Berlin und Hamburg fahre, um zu gucken, was es Neues auf dem Markt gibt, was wirklich gut ist und nicht nur hipp. Beispielsweise Aqua-Cycling, das ist Radfahren im Wasser, ein optimales Herzkreislauftraining mit einer extrem hohen Fettverbrennungsrate. Wie ich meine Zukunft sehe? Ich werde bestimmt auch noch mit achtzig unterrichten, natürlich mit der entsprechenden Zielgruppe. Wassergymnastik kann man auch noch als Hundertjährige machen. AUFGEZEICHNET VON HARIETT DRACK
Der Kommentar von Hermann K. Severin
"1. Erzähl mir keiner, dass solche Beispiele in der Sache und durch ihre Veröffentlichung nicht gegen die Sportvereine wirken!"
"2. ...
"3. ...
Dies sind im Sinne der heutigen Sport-Vereine und Vereins-Führer die ersten Folgerungen und ...
"... Der Sport ist fest in der Gesellschaft verwurzelt und eng mit der Entwicklung der Gesellschaft verbunden.
Die wichtigste Säule, wenn nicht das tragende Funda-ment des deutschen Sports ist der Breitensport. Die gesellschaftliche Bedeutung des Breitensports kann nicht überschätzt werden. Denn beim Sport werden grundlegende Werte des gesellschaftlichen Miteinan-ders und Zusammenlebens vermittelt, Toleranz und Respekt gegenüber anderen, Kameradschaft, Fairness, Hilfsbereitschaft, das Akzeptieren und Einhalten von Regeln und - was ich immer sehr wichtig finde - das Ausloten der eigenen Grenzen.
Die Werte des Sports sind heute in einem Kontext mit der Zeit zu sehen, in der wir alle leben, in der sich nicht nur der technische Fortschritt unheimlich schnell entwickelt, sondern auch unsere gesamte Gesellschaft einem hohen Tempo des Wandels unterworfen ist. Sport - insbesondere der Vereinssport - übernimmt an dieser Stelle eine ganz wichtige Funktion. Er bildet in einer sich wandelnden Gesellschaft für Millionen Men-schen gewissermaßen eine Heimat. Unsere Vereine le-ben von den Menschen, die sich für den Sport engagie-ren - vor allen Dingen von den Ehrenamtlichen. Über vier Millionen Ehrenamtliche, das ist die stolze Zahl, die sich in deutschen Sportvereinen engagieren. Das ist das Fundament. Deshalb bitte ich all diejenigen, die engagiert sind: Bleiben Sie es. Wir brauchen Sie. Begeistern Sie noch mehr Menschen. Unsere Gesell-schaft hat das sehr nötig.
Die zweite Säule neben dem Breitensport ist der Spitzensport ..."
Muss sich denn jeder Verein vermarkten?
Berater nicht nur für Finanzen und Steuern? Nicht betteln, sondern bieten: Gute Leistung, Zuschauer, PR und Markt! „Teure“ Seminare rechnen sich!
Jeder dritte Deutsche ist ein Vereinsmeier? Das Angebot in rund 500 000 Vereinen ist riesig: Karnickel, Fußball, Weltverbesserung. 2500 e.V.s gibt es in Nürnberg, größter ist der Post SV mit 20 000 Mitgliedern. Ob klein, ob groß. Die Vereine werden zunehmend als Dienstleister gesehen, sie plagen sich mit Geldsorgen und Steuerrecht. Es kommt auf die Führung an, sagt Hermann K. Severin. Der Kölner mit eigenen Vereins- und Verbandserfahrungen sah 1983 die große Lücke und ging in die Vereinsberatung.
Herr Severin, wenn es im Verein nicht läuft:
Woran liegt es?
Severin: Vorwiegend daran, dass ...
Interview: Gabi Pfeiffer
Kontakt: Hermann K. Severin, Tel. (0221) 76 60 96 oder www.Vereinsberatungen.de
Betreff: Steuer-Risiken in Vereinen
P R E S S E - M I T T E I L U N G
Aktuell und für alle Vereine von großer Bedeutung!
Werden die Vereins-Vorstände verunsichert – wankt das Ehrenamt!
Die Steuer-Risiken und Steuer-Fragen für Vereine werden von verschiedener Seite maßlos übertrieben dargestellt.
„…Vereine im Visier der Finanzämter, …Finanzämter machen Jagd auf Vereine, …die Betriebsprüfer sind im Anmarsch, …die Gemeinnützigkeit der Vereine ist stark bedroht, …die ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden haften persönlich, … auch mit ihrem Privatvermögen, …hunderttausende von EURO wurden von den Finanzämtern schon nachgefordert.“ Das alles sind Pressemeldungen der "Steuer-Industrie" aus den letzten Wochen = Schlimm!
Solche Schreckensmeldungen und -Szenerien der letzten Tage sollen die Vereine bzw. deren Vorsitzende und Vorstände möglichst sofort in die Arme von Steuerberatungs-Organisationen etc. treiben. Damit wird den Vereinen und dem Ehrenamt aber mehr Schaden zugefügt – als irgendjemand verantworten kann.
Die in VEREINEN (nicht gemeint sind hier Verbände) ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder werden dadurch derart verunsichert, ja auf- und abgeschreckt, dass dies nicht selten der letzte Grund für eine Amtsniederlegung, für einen Rücktritt vom Ehrenamt bedeutet. Dabei haben fast alle Vereine ihre Steuer-Angelegenheiten in Ordnung und diese Vorstände gar keine Risiken zu erwarten. Zudem haben sie und ihre Vereine eine Menge völlig anderer Ziele und Aufgaben zu bewältigen - ihren Vereinszweck zu erfüllen, nämlich!
Hilf anderen und du hilfst dir selbst!
Der www.SportLetter.de rät den jetzigen Ehrenamtlern deshalb zu Ruhe und Gelassenheit – und wirbt mit höchst interessanten Argumenten bei allen Damen und Herren, die sich noch nicht engagiert aber den Vorsatz dazu haben, unbedingt zur Übernahme verantwortlicher Ehrenamts-Arbeit in Vereinen (vielleicht im "Steuerbereich"), „weil es sich lohnt“.
Und was ist nun mit den gemeinnützigen und deshalb doch eigentlich „steuerfreien“ Vereinen? Ganz einfach: Sie geben diesen Aufgabenbereich (wie wir hier auch) in die Hände ihres / ihrer persönlich, örtlich, evtl. bereits Vereins vertrauten Fachmanns / Fachfrau! Es gibt in der Bundesrepublik für die ca. 350.000 Vereine (nebenbei: viele Vereine werden zusammen mit Verbänden bei Vereins-Statistiken doppelt gezählt!) fast ebenso viele Steuer-Anwälte, -Berater, -Fachkräfte und -Fachkundige und zwar innerhalb und außerhalb der Vereine. Diese stehen den Verantwortlichen der Vereine bei richtiger Ansprache und Aufgabenverteilung im Verein dann speziell für ihre Steuerfragen zur Verfügung – und alles wird für die Vereins-Vorstände zu einer ganz normalen Angelegenheit, wie sie auch die Wirtschaft kennt.
"Die Sport-Vereine stecken voller Ideen"
So etwas wie eine kommunale Sport-Messe - verbunden mit Fach-Seminaren - hilft immer allen Orts-Vereinen sehr!
Lachen und Schwitzen, Sanfte Gymnastik, asiatische Kampfkunst, Schwimmkappen, schwarze und weiße Kampfanzüge, Boxhandschuhe, Turn-Trikots, Squash-Schläger, Tennisbälle, Volleybälle, Basketbälle, Trampolin, Karate, Ringtennis – Die Vielfalt der Eindrücke ließe sich bequem fortsetzen - Von der viel zitierten Krise war keine Spur zu finden, jedenfalls nicht in der Ingobertushalle am letzten Samstag und Sonntag.
Auch die 4.Vereinebörse war ein voller Erfolg. 67 von 380 Vereinen der Stadt St. Ingbert stellten sich an zwei Tagen den Besuchern vor. Die Ingobertushalle wimmelte, war zur Plattform, zur Show-Bühne für die rührigen Vereine geworden. Nebenan in der Stadthalle präsentierten auf zwei Etagen die sozial und kulturell engagierten Vereine ihre Angebotspalette.
Diese einzigartige Möglichkeit, die Öffentlichkeit anzusprechen und zu informieren, wurde an beiden Tagen jeweils von zehn bis 18 Uhr mit tollen sportlichen Aktivitäten in der Ingobertushalle voll genutzt. Die Sportvereine nutzten die im Saarland einzigartige St. Ingberter Vereinebörse. "Wann haben wir als Verein schon mal die Gelegenheit, uns vor so vielen Leuten zu präsentieren?", freute sich Ringer Stefan Spang, der Vorsitzende des KSV ´68 St. Ingbert.
Einige Vereine hatten die große Möglichkeit schon erkannt, hatten auch engagierte Mitglieder, die bei einer solchen Börse einfach anpacken, mitmachen. Andere glauben, oder hoffen, einfach mitgemacht - und am nächsten Tag stehen neue Mitglieder vor der Vereinstür, um sich anzumelden. Die Langzeitwirkung zählt, dabei kommt es besonders darauf an, sich so professionell wie möglich zu präsentieren. Die Konkurrenz ist schließlich groß und andere schlafen nicht, wie in den Hallen zu sehen war.
Dem ausrichtenden Kulturamt und allen, die zum Erfolg beigetragen haben, kann man nur gratulieren. Die monatelange Arbeit hat sich wieder gelohnt. Eine großartige Resonanz hatte die Demonstration der St. Ingberter Kampfsportvereine. Auch nach drei Stunden war die Stimmung wie in den ersten Minuten: Bestens. In einer Sache sind sich die Kampfsport anbietenden Vereine jedoch sehr einig. Neue Mitglieder sind immer willkommen, wobei allerdings Kraftmeier unerwünscht sind. Es sollen Menschen sein, die einen gesunden Ausgleich zum Alltagsstress suchen und lernen möchten, sich im Notfall effektiv zu wehren.
„Der Verein wird wirtschaftlich stark sein, den man regelmäßig in der Presse wiederfindet!“
Nicht zu vergessen sind allerdings die gesellschaftlichen Veränderungen, die sich auch auf die Vereinsarbeit unmittelbar auswirken. Es wird zunehmend schwieriger, Nachwuchs für die Vereinsangebote oder Aktive für die Durchführung ehrenamtlicher Aufgaben zu gewinnen. So steht es auch in der Broschüre zur 4.Vereinebörse. Vielleicht waren deshalb die angebotenen Workshops und Kurzseminare in der Stadthalle so gut besucht. Die Vereine suchten Anregungen und Tipps zur Mitglieder- und Sponsorengewinnung.
Zu diesen Themen und anderen (z.B. Aus Ehrenamtlern werden ehrenamtliche Manager), wie der ganz wichtigen Öffentlichkeitsarbeit, referierte und diskutierte der Vereinsberater Hermann K. Severin aus Köln an beiden Tagen auf Einladung der Stadt. Seiner Meinung nach sind es die Vereine und deren Aktivitäten und aktiven Mitglieder, die das kulturelle, soziale und sportliche Geschehen einer Stadt mit ihren Angeboten erheblich mit prägen und in hohem Maße integrierend wirken.
"Nichts kommt von allein - auch nicht im Verein"
Vereinsarbeit kostet allerdings auch Geld, vor allem im Jugendbereich. Jeder kennt den Spruch: „Die besten Trainer gehören in die Jugendabteilung.“ Und die kosten Geld, viel Geld. Das brachte Hermann Severin auf den Punkt: „Der Verein wird Geld haben, der mit einiger Regelmäßigkeit in der Presse wieder zu finden ist – weil sich dann auch die Sponsoren wieder finden!“ Mit einer zweiten, laut eigener Aussage, recht derben Behauptung macht er sich regelmäßig „viele Freunde“ - steht aber voll dahinter: „Geben sie einem Verein je nach Größe 20 oder 50.000 Euro, so füllt er damit nur einige Lücken, der Verein verändert sich aber nicht. – Geben sie einem Verein einen Vorsitzenden, einen Vorstand, der die richtige Power hat, kommt das Geld aus der Wirtschaft, mittel- und langfristig!“
Vereinsberater Severin, der selbst lange Vereinsvorsitzender war, die Materie also bestens kennt, ist sich sicher, wenn er in Bezug auf den Wert des Produkts „Verein“ sagt: „DAFÜR bzw. DAMIT IST SEHR WOHL GELD ZU MACHEN!“ Das Gegenteil hört Severin ständig, das Gejammere: „Wir haben kein Geld für etwas Neues.“ Da kann er den rund 500.000 Vereinen in Deutschland, auch denen in St. Ingbert nur sagen: „Nichts stützt Vereine besser, als zuerst einmal eine gute Öffentlichkeitsarbeit.“ Aus genau diesem Grund muss es seiner Erfahrung nach in jedem Verein einen Ausschuss für Öffentlichkeits- und Pressearbeit geben, der in ganz kleinen Vereinen auch mal nur aus einer Person bestehen kann. Und dieser AUSSCHUSS produziert die Grundlage jeder guten Vereins-Öffentlichkeits- und Pressearbeit - das 6 bis 10 mal jährlich erscheinende eigene Medium, das Vereins-Info: UNSER VEREIN - oder so.
Und dahinter stehen einige begeisterte und begeisternde Mitglieder. In St. Ingbert stecken die Vereine voller Ideen, und voller begeisterter Mitglieder, die Basis für eine gute Vereins-Zukunft. Davon konnten sich die vielen Besucher selbst überzeugen. Gut, wenn aus den Besuchern irgendwann auch aktive Mitglieder werden, sofern sie es nicht schon sind.
Dipl.-Ing. Markus Schneider, www.SPORTregio.de
Interview “Neue Zeiten – Neue Vereine“
von Michael Thoma, CR Aachener Sportspiegel ASS, mit Hermann K. Severin, Köln, Vereins-Berater und Publizist zum Thema „Vereins-Führung heute“.
Eine der grundsätzlichen Feststellungen von Severin zur Vereins-FÜHRUNG im Ehrenamt lautet: In 500.000 Vereinen der Bundesrepublik setzen sich täglich fünf Millionen Vorstands-Mitglieder in höchst anerkennenswerter Weise ehrenamtlich ein, aber verschenken leider auch tagtäglich - für ihre Vereine und damit auch für sich selbst - zahllose Zugewinn-Möglichkeiten und echte Image-Chancen für neue Entwicklungen, Einnahmen und Erfolge.
Und: Jeder (!) Verein bzw. Vorstand hat heute seinen aktuellen Beratungsbedarf! Denn Vereins-FÜHRUNG heute für morgen geht völlig anders als die von gestern!
ASS: Was sind denn die drei wichtigsten Dinge für eine gute Vereins-Führung?
Severin: Wenn Sie persönlich und mit Ihrem Verein Erfolg haben wollen, kommen Sie an den Erkenntnissen und deren (Teil-) Umsetzungen nicht vorbei ...
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Michael Thoma: Ich bedanke mich für diese aufschlussreichen Ausführungen.
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